„Theater wie es sein sollte, aufwühlend und unterhaltsam.“

 

In der Münsterschen Zeitung schrieb Heiko Ostendorf:

Leben wir tatsächlich in der besten aller möglichen Welten? Diese Frage beantwortet die experimentierfreudige Theatercollage „Pandaemonium“ von Paradeiser Productions bei der umjubelten Premiere am Dienstagabend im Keller des Pumpenhauses mit einem klaren Nein. (…)

„Ihr könnt euch nicht das Ende des Kapitalismus vorstellen“, kritisert Schauspieler Philip Gregor Grüneberg und geht dabei drohend an den lang gezogenen Zuschauerreihen vorbei. „Das Problem ist das System“

Was sich zunächst wie eine schlichte Zusammenfassung der Kapitalismuskritik von Flash-Mobs, Feuilletons und Fernsehreportagen anhört, mutiert unter der Regie von Ruth Schultz zu einem düsteren Horrorfilm und begeistert schließlich mit parodistischen und politischen Elementen, die miteinander verzahnt sind. (…)

Grüneberg und Jennifer Ocampo Monsalve verballhornen die Horrorfilmästhetik und kritisieren gleichzeitig das ausbeuterische Verhalten von Kapital und Wirtschaft: herrlich satirisch und mit den atmosphärischen Sounds von Musiker Kai Niggemann stimmungsvoll aufbereitet.

Theater wie es sein sollte, aufwühlend und unterhaltsam.

(Heiko Ostendorf, Münstersche Zeitung, 03.11.2011)