Posts tagged ‘Bonn’

L’Inferno

Oktober 23rd, 2015

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Es geht hinab: in die neun Höllenkreise von Dantes Göttlicher Komödie. Zusammen mit dem Paradeiser Geräuschchor, einem Schauspieler, einer Geräuschkünstlerin und einem Videokünstler tasten Paradeiser sich entlang des Stummfilms “L’Inferno” von 1911 – bis der rechte Weg verloren scheint… und wir uns in unserer Welt wiederfinden. Im Dantejahr anlässlich des 750. Geburtstages des Dichters begeben sich Paradeiser auf die Spuren seiner berühmten Jenseitsreise. Gibt es die Hölle heute so überhaupt noch? Oder meinen wir nicht vielmehr eine Reihe von individuellen Höllen und ausweglosen Situationen, wenn wir heute Hölle sagen? Paradeiser kombinieren den Einblick in eine ganz persönliche Hölle von heute mit dem 100jährigen Filmmaterial eines italienischen Regie-Teams. Dabei wird alles anders – und auch wieder nicht: The Selbstzweifel und die Unmöglichkeit echter Kommunikation sind Irritation und Inspiration zugleich.

Durch die Verbindung von Darsteller*innen und Film auf der Bühne entsteht eine Welt aus Soundtrack, Atmosphäre und Illusion – eine Re-Animation des ersten abendfüllenden Stummfilm der Kinogeschichte.

Für den von Dantes literarischem Monster inspirierten Abend mischen die Paradeiser für diesen Abend verschiedenes Material, das wiederum von Dante inspirierte Künstler geschaffen haben. Sie samplen Sounds, re-animieren die Dante Figur aus dem Stummfilm, strukturieren die Filmbilder um und neben Originaltexten aus der Göttlichen Komödie ist mit Auszügen aus Benatis “Cani dell’Inferno” auch eine neue Riscrittura Dantesca dabei.

Ob wir am Ende die Sterne wiedersehen?

Wiederaufnahme in Münster:

04.11.2016 Theater im Pumpenhaus, Münster
05.11.2016, Theater im Pumpenhaus, Münster

Gastspiel: 10.09.2016, 20:00 Uhr, FWT (Freies Werkstatt Theater), Köln
Offener Geräuschchor-Workshop 09.09.2016, 18:30 Uhr, FWT (Freies Werkstatt Theater), Köln

Gastspiel:22. & 23. April 2016, 20:00 Uhr, Theater im Ballsaal, Bonn

Gastspiel: 14.November 2015, 20:00 Uhr, FWT (Freies Werkstatt Theater), Köln

3. Vorstellung: 24.Oktober 2015, 20:00 Uhr, Theater im Pumpenhaus, Münster

2. Vorstellung: 24.Oktober 2015, 20:00 Uhr, Theater im Pumpenhaus, Münster

Premiere: 23. Oktober 2015, 20:00 Uhr, Theater im Pumpenhaus, Münster

Live-Event mit stummem Film: 27.06.2015. 15:00 Uhr. Tag der Nachhaltigkeit. Servatiiplatz. Münster

Live-Event mit stummem Film: 06.08. 2015. 18:00 Uhr. Auf Weiter Flur Festival. Münster

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Paradeiser Geräuschchor war Chor der Woche bei Deutschlandradio Kultur.

Mitwirkende:
Performer: Holger Spengler // Geräuschkunst: Julia Nitschke // Paradeiser Geräuschchor: Jürgen Brakowsky, Michael Carneim, Barbara Geilich, Jennifer Iker, Niko Kemena, Rebecca Nahrwold, Ulrike Sauvigny, Franz Schröer //
Regie: Ruth Schultz // Musikalische Leitung: Kai Niggemann // Video-Editing: Sven Stratmann // Installationen: Marek Lotschov // PR: Wilko Franz // Produktionsleitung: Zwei Eulen – Büro für Kulturkonzepte // Grafikdesign: Daniela Löbbert // Foto: Dominic Sehak // Assistenz: Frederic Merziglod // Film L’INFERNO – restauriert von Fondazione Cineteca di Bologna // Texte: Dante Alighieri, Daniele Benati //

Eine Paradeiser Production // Koproduktion Theater im Pumpenhaus // Förderer: Kulturamt der Stadt Münster, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste

Music in the Global Village

Oktober 3rd, 2013

Global Village_vorneIn dieser deutsch-ungarischen Netzwerk-Performance untersuchen Paradeiser Productions gemeinsam mit Andrea Szigetvári das politische Potential ästhetischer Äußerungen. Exemplarisch in ihrem speziellen Fokus: die derzeitige gesellschaftlich-politische Lage in Ungarn. Sie stellen live die Frage nach den Auswirkungen und Implikationen des Regierungswechsels für Kunst und Kultur in Ungarn, Deutschland und Europa – und sich selbst gleich mit auf die Bühne. Mit der Netzwerk-Musikerin in Ungarn über Skype verbunden, begeben sie sich anhand von Medienberichten, politischen Reden und Facebook-Postings auf eine performative Recherche-Reise.

"Error 404 - Democracy Not Found"

Dokumentarisches und biographisches Material, Popsongs, Computermusik und Fieldrecordings bilden in diesem Experiment ein Artefakt im realen wie virtuellen Raum,  bei dem die subjektive Perspektive klar ist: Paradeiser Productions schauen von einer Bühne in Deutschland auf eine Projektion aus Ungarn; Auf das Verhältnis der Staaten zueinander, auf uns alle als potentielle Europäer…

Von und mit Andrea Szigetvári & Paradeiser Productions (Kaja Jakstat, Kai Niggemann, Ruth Schultz) Produktionsleitung & dramaturgische Beratung: Maike Tödter (Zwei Eulen Büro für Kulturkonzepte). 

Eine Koproduktion von Paradeiser productions und theaterimballsall Bonn im Auftrag von „west off 2013“ und dem Theater im Pumpenhaus, Münster. 

In Kooperation mit der Hungarian Computer Music Foundation/Andrea Szigetvári, der Musikhochschule der Universität Münster und dem European Bridges Ensemble.

 

„Aufregendes und sehr witziges Tanztheaterexperiment“

Mai 20th, 2013

„Ein aufregendes 70-minütiges Tanztheater-Experiment, das streckenweise sehr witzig und mit ruppiger Zärtlichkeit die Kluft zwischen Chucks Schock-Rock und der heutigen Anti-Mainstream-Musikkultur überspringt“

(Elisabeth Einecke-Klövekorn, General-Anzeiger, Bonn, 13.05.13)

Violent Dancing

April 26th, 2013

Postkarten und Plakatmotiv von Violent DancingMoshen. Underground und Mainstream, Illusion und Rebellion, Kontrollverlust und Eigensinn.

Wolf Wondratscheks „Chuck“ – eine Romanfigur der Beat-Literatur – und eine Tänzerin treffen auf jugendliche Mosher_innen aus der Hardcore-Szene und gehen gemeinsam auf die Suche nach dem ultimativen Gefühl der Lebendigkeit. Auf der Suche an den Grenzen des Tanzes, der Generationen und Geschlechter, mit Text, Moshen und live-Musik (von Musikern der Band Vitja) stellt „Violent Dancing“ Fragen nach rituellem Kontrollverlust, Kommerzialisierung von Underground-Strömungen und der Allgemeingültigkeit jugendlicher Rebellion.

Zusammen mit Akteur_innen der Szene stellt sich Paradeiser den Zweifeln: Ist Wut ein Privileg von Jugend? Ist Tanzen ein Rückzug? Oder eine politische Aussage? Warum gibt es kaum weibliche Mosher? Ist Moshen zeitgenössischer Tanz? Ist der Weg auf die Bühne ein Schritt Richtung Mainstream? Und was kann man dagegen tun?

Trailer von Jens Krause (videovita.de)

Vladi Dontschenko, Judit Abegg, Peter Martens

Termine:

25.01.13 Teaser beim fünfzehnminuten Festival in der studiobühneköln

05.04.13 Teaser beim Reset Spezial Festival im Carpe Noctem, Münster

25.04.13 Lesung und Konzert Wolf Wondratschek liest aus seinen Texten die Grundlage und Inspiration für “Violent Dancing” sind. Im Anschluss Hardcore-Konzert von VITJA.

26.04.13 Preview

29.04.13 Premiere beim Tanz NRW Festival, Münster

10.-11.05.13 Gastspiel im Theater im Ballsaal, Bonn

25.-26.06.13 Vorstellungen in Münster

Weitere Termine in Planung. Soweit nicht anders angegeben, finden alle Termine im im Theater im Pumpenhaus, Münster statt. Beginn ist jeweils 20:00 Uhr. 

 

 

Mit: Judit Abegg, Vladimir Dontschenko, Pauline Hemelt, Peter Martens, Harald Redmer.
Konzept: PARADEISER productions
Inszenierung: Ruth Schultz
Musik: Kai Niggemann
Dramaturgie: Kaja Jakstat
Komposition: Vladimir Dontschenko
Bühne/Kostüme: Lea Tenbrock
Choreografische Beratung: Leena Keizer
Assistenz: Lisa Kemme
Produktionsleitung: Zwei Eulen (Büro für Kulturkonzepte, HH)
Texte: Wolf Wondratschek
 
Von Paradeiser Productions (Münster // Hamburg) Kaja Jakstat, Kai Niggemann, Ruth Schultz
 
Eine Paradeiser Produktion. Koproduziert vom Theater im Pumpenhaus, Münster. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster, dem Fonds Darstellende Künste e.V., dem NRW Landesbüro freie Kultur und der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen. In Kooperation mit dem Jib – Jugendinformations- und Bildungszentrum der Stadt Münster und dem theaterimballsaal, Bonn. Danke für die Unterstützung an startmusic, Münster, Dank an die Band Vitja.

 

„Köstlich und ein wenig skurril“

April 17th, 2013

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Kai Niggemann sitzt vor einem Tisch mit einem modularen Synthesizer, steckt bunte Kabel in das Gerät und dreht an kleinen Knöpfen. Im schwarzen Anzug mit Freizeitschuhen, die Haare toupiert, erinnert er an Robert Moog oder Daniel Düsentrieb.

Das Lecture-Konzert „Menschmaschine“ am Sonntagabend im Pumpenhaus wendet sich an ein breites Publikum und baut keine fachmännischen Hürden auf.

In schön flüssigem Verlauf erzählte er frei aus der Geschichte der Synthesizer und stellte pantomimisch das fast 100 Jahre alte Theremin vor.

Köstlich: Ein paar Gesten, der für das Theremin typischen Spielerpose nachempfunden, und ein paar schwirrende Sounds, mit dem Mund produziert, und schon war das Instrument mit dem elektromagnetischem Feld vorstellbar.

Und dann setzte Niggemann den Kopfhörer auf, hörte sich einen Kommentar zum Synthesizer auf seinem Smartphone an und übersetzte, so sagte er, simultan. Das Publikum hörte den englischsprachigen Originalkommentar nicht und Niggemanns Übersetzungen wirkten deshalb ein wenig skurril.

(Heike Eickhoff, Westfälische Nachrichten, 16.04.13)