Posts tagged ‘Fabian Kollakowski’

Paradeiser

Oktober 9th, 2009

Paradeiser schafft mit einer betörenden Mischung aus Tanz, Schauspiel. Sprache, Musik und Video eine eigene Welt, in der die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen:

P., die Hauptfigur aus Daniele Benatis surrealem Roman „Amerika gibt es nicht“, hat es in die Mystic Avenue 3847 verschlagen. Wo genau und wie lange er sich schon dort befindet, gilt es dringend herauszufinden. Sein Weg führt ihn in ein Labyrinth aus Wendeltreppen, durch die Universität und McDonald‘s-Filialen vor fremde Türen.

In dieser verwirrenden Welt verschieben sich die Grenzen zwischen Wahrheit und Illusion. Die vier Darsteller, Tänzer und Sprecher, springen zwischen Innen und Außen, Realität und Scheinwelt, und jagen einer Stimme nach, die ihre innere sein könnte.

Dabei entsteht aus einer Mischung von Tanz und Schauspiel ein Abend, dem es gelingt, P.s Schicksal zwischen Streben und Scheitern mit Humor und Ernst darzustellen.

Paradeiser schafft mit einer Mischung aus Tanz, Schauspiel. Sprache, Musik und Video eine eigene Welt, in der die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen:

P., die Hauptfigur aus Daniele Benatis surrealem Roman „Amerika gibt es nicht“, hat es in die Mystic Avenue 3847 verschlagen. Wo genau und wie lange er sich schon dort befindet, gilt es dringend herauszufinden. Sein Weg führt ihn in ein Labyrinth aus Wendeltreppen, durch die Universität und McDonald‘s-Filialen vor fremde Türen.

In dieser verwirrenden Welt verschieben sich die Grenzen zwischen Wahrheit und Illusion. Die vier Darsteller, Tänzer und Sprecher, springen zwischen Innen und Außen, Realität und Scheinwelt, und jagen einer Stimme nach, die ihre innere sein könnte.

Dabei entsteht aus einer Mischung von Tanz und Schauspiel ein Abend, dem es gelingt, P.s Schicksal zwischen Streben und Scheitern mit Humor und Ernst darzustellen.

Die Presse zeigte sich “überzeugt” und sprach von einem “sehr guten Stück”. Autor Daniele Benati kam eigens zur Premiere aus Italien angereist, am ausverkauften Premierenwochenende sahen das Stück in Münster fast 300 Zuschauer – 2010 war das Stück auf dem tanzArt OstWest Festival in Gießen und an der Folkwang Universität in Essen zu Gast.

NEU/NOW Festival 2010 in Nantes

Paradeiser wurde außerdem zum Neu/Now Online-Festival 2010 eingeladen. Eine Internationale Jury wählte nach den folgenden Kriterien aus den Einsendungen die zu präsentierenden Arbeiten aus:

  • engages with and makes a bold contribution to leading, cutting edge practice in the international field of the discipline;
  • demonstrates clear potential as work that is likely to achieve a good professional standard of presentation;
  • is likely to stimulate the interest of professional promoters, curators, festival organizers and/or producers working in the discipline field;
  • is suitable for presentation to and is likely to stimulate the interest of an international audience;
  • contributes to diversity within the discipline, together with the other works selected.

Mit: Tim Gerhards, Ursina Hemmi, Leena Keizer, Pascal Riedel

Regie: Ruth Schultz
Choreographie: Malda Denana
Komposition/Produktionsleitung: Kai Niggemann
Bühne: Janine Tobüren
Video: Fabian Kollakowski
Licht: Volker Sippel
Grafik: Daniela Löbbert
Textgrundlage: Daniele Benati “Amerika gibt es nicht” // Adaption für die Bühne: Ruth Schultz

Fotos: Torsten Meyer-Bautor, Herwig Niggemann

Dokumentation:
Kamera: Michael Spengler
Edit: Fabian Kollakowski

Ort der Uraufführung: Theater im Pumpenhaus, Münster

Koproduziert vom Theater im Pumpenhaus, Münster, gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster und der Gesellschaft der Musik und Theaterfreunde Münster und Münsterland e.V., unterstützt durch die Sparkasse Münsterland Ost.

Drei Schwestern

März 15th, 2009

Inszenierung / Folkwang Hochschule – Essen

„DREI SCHWESTERN“

Anton P. Tschechow – in der Übersetzung von Peter Urban

Die minimalistische  und stark gekürzte Inszenierung von Ruth Schultz untersucht, wie sich Menschen in starre, selbstgebaute Systeme fügen, um ihre Idealvorstellung vom sinnvollen, selbstbestimmten und also glücklichen Leben unangetastet und unausprobiert aufrecht erhalten zu können. Die drei Schwestern und ihr Bruder erscheinen als anstvoll- und genervt-passive Figuren, die einen ewigen Kompromiss leben, der sich auf ihr emotionales, soziales und politisches Handeln (bzw. Nicht-Handeln) auswirkt: So verlassen im Laufe des auf sieben Figuren reduzierten Stückes die Schwestern niemals ihre Welt, die Hollywoodschaukel. Einzig in den sehnsuchtsvollen Gesangsmomenten lösen sich die Figuren der drei Schwestern aus ihrem inneren Käfig und treten auf den Zuschauer zu.

So konzentriert sich diese Inszenierung auf die Enge des familiären Systems und nur als von Außen auftretende Figuren (Tuzenbach, Versinin und Anfissa) nutzen die Darteller den Freiraum der Bühne – und führen auf dieser Ebene die Konflikte der Geschwister fort, ohne sie jemals zu lösen. Die von Tschechow beschriebene Langeweile wird so zum Symptom der ängstlich aufgeschobenen Sinnsuche unserer Zeit.

Gerahmt wird diese Zustandsbeschreibung vom Flimmern und Rauschen der Medien, das Fabian Kollakowski für diese Inszenierung gestaltet hat.

Eingeladen zur Young Actors Week (Salzburg) und zum outnow!-Festival (Bremen)

Fotogalerie:


Mitwirkende:

Inszenierung: Ruth Schultz
Video & Sounddesign: Fabian Kollakowski
Darsteller: Elmira Bahrami, Henriette Fee Grützner, Karolina Horster, Željko Marovic