Posts tagged ‘The Virgin Suicides’

“…viel Ironie und sprachliche Wucht…bilderstarke Inszenierung…”

April 5th, 2011

Petra Noppeney lobte “The Virgin Suicides” in der WN:

Die Tragik könnte erdrücken. Doch Schultz´ Diplom-Inszenierung hat viel Ironie und sprachliche Wucht. Nur zum Ende hin, wenn sich des Dramas letzter Akt ankündigt, wird sie bleiern. Dass das Stück dennoch die Spannung hält, liegt am Unausgesprochenen….Die bilderstarke Inszenierung kommt mit wenigen Requisiten aus. Lampen, die die Jugendzimmer der Mädchen, die durchaus Verbotenes tun, andeuten, und die transportablen Radiogeräte fügen sich mit Kai Niggemanns Musik, die von Radio-Fetzen bis zum Schwof-Chanson reicht, zu einem stimmigen Gesamteindruck. Freundlicher Applaus dafür – und für die gute Ensembleleistung.

 

(Petra Noppeney in den Westfälischen Nachrichten, 02.04.2011)

“Wunderbar getanzt, bedrückend und berührend… Eine gelungene Inszenierung.”

April 5th, 2011

Helmut Jasny urteilt in der Münsterschen Zeitung vom 02.04.2011 über “The Virgin Suicides”:

Wunderbar getanzt, bedrückend und berührend: »The Virgin Suicides« im Pumpenhaus. (…) Paradeiser Productions hat den Roman „The Virgin Suicides“ des amerikanischen Autors Jeffrey Eugenides für die Bühne bearbeitet und im Pumpenhaus in Münster aufgeführt. Unter der Regie von Ruth Schultz agieren vier Schauspieler und fünf Tänzerinnen. (…) Die Schwestern selbst bleiben stumm. Sie treten für die Jungs und für das Publikum nur in vagen, auf sich selbst bezogenen Tanzbewegungen in Erscheinung. Das entspricht der Erzählweise des Romans, bei dem der Leser alles nur aus der Perspektive eines Erzählers wahrnimmt (…) Gleichzeitig bilden die im Unkonkreten verhafteten Tänzerinnen einen Kontrapunkt zum betont sachlichen, quasi dokumentarischen Spiel der männlichen Darsteller. Die ohnehin schon dichte Atmosphäre, die aus dem Zusammenwirken von Text und Tanz entsteht, wird durch die Klangkollagen von Kai Niggemann noch verstärkt (…) Eine gelungene Inszenierung.”

“Gewagt und mitreißend”

April 5th, 2011

Die WAZ schrieb über die Premiere von “The Virgin Suicides” in Essen im September 2010 unter der Überschrift “Gewagt und mitreißend”:

Spannend, ein gewagtes Thema, mitreißend (….) Folkwang-Diplomandin Ruth Schultz hatte das Experiment gewagt, einen Roman zu dramatisieren und in zwei Kunststilen umzusetzen. Die Regisseurin und Choreographin machte aus “The Virgin Suicides” des amerikanischen Autors Jeffrey Eugenides eine Theater- und Tanzproduktion (….) Die erzählte Handlung wurde ausdrucksstark in Bewegung umgesetzt (….) Am Ende der 80-minütigen Aufführung Applaus, von frenetischen Rufen durchzogen, und ein gedankenvoller Heimweg mit Gesprächen und Gedanken über Freunde und Bekannte die aus freien Stücken aus dem Leben gingen.”

(Beatrix Stan, WAZ, 29.09.2010)

The Virgin Suicides (Diplominszenierung)

September 23rd, 2010

PREMIERE AM 23.09.2010

Eingeladen zum Neu/Now Festival in Tallinn, November 2011. 
Eingeladen zum ITs-Festival in Amsterdam, Juni 2012

„The Virgin Suicides”, die interdisziplinäre Diplominszenierung von Ruth Schultz nach Motiven des Romans von Jeffrey Eugenides, rekonstruiert den Suizid der fünf Lisbon-Schwestern. Innerhalb eines Jahres nehmen sich die 13- bis 17-jährigen Töchter der nach außen hin intakten amerikanischen Mittelstandsfamilie das Leben. Ihr Aufwachsen und ihre Selbstmorde werden von den Jungen der Nachbarschaft mit an Obsession grenzender Faszination beobachtet. Aus den Fragen und Erinnerungen der inzwischen erwachsenen Jungen baut sich die Handlung der Inszenierung bruchstückhaft auf. Der Zuschauer erhält keine objektive Antwort auf das Lebensrätsel der Mädchen, sondern erfährt nach und nach, was die Jungen bzw. die rückblickenden Männer in einer Art Recherchearbeit zusammengetragen haben. Die Inszenierung von Ruth Schultz, die Schauspiel und Tanz miteinander verwebt, zielt auf eine sinnliche Darstellung, die zwischen Verkörperung und Verfremdung der Geschichte changiert: Das interdisziplinäre Ensemble, das aus fünf Tänzerinnen und vier Schauspielern besteht, begegnet der Tragik behutsam und mit einem – zuweilen erstickenden – Lachen.


Regie & Choreographie
Ruth Schultz

Mit
Lenah Flaig
Philip Gregor Grüneberg (Amsterdam, Münster, Tallinn)
Max Hemmersdorfer (Essen, Münster)
Katharina Klaßmann
Manuel Klein (Tallinn)
Risa Kojima
Anne-Hélène Kotoujansky
Zeljko Marovic (Essen, Münster)
Jennifer Ocampo Monsalve (Amsterdam, Tallinn)
Anas Ouriaghli (Tallinn)
Holger Spengler (Essen)
Tomasso Tessitori
Mara Tsironi (Essen, Münster)
Anton Weber (Amsterdam)

Musik
Kai Niggemann

Kostüme
Johanna von Gehren

Licht
Oliver Semrau

Assistenz
Emel Aydogdu

Premiere:  23. September 2010 in Essen, Gastspiel im Theater im Pumpenhaus in Münster April 2011, Gastspiel auf dem Neu/Now Festival in Tallinn (Estland) November 2011. Gastspiel auf dem ITs Festival (Theater Frascati), Amsterdam 27. Juni 2012.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Torsten Meyer-Bautor