Posts tagged ‘Helmut Jasny’

„Eine akustisch ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Performance“

Juni 6th, 2014

MZ-Logo-150„Unter der Regie von Ruth Schultz ist eine akustisch ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Performance entstanden, die durch kurze choreografische Einlagen des Chores auch optisch was zu bieten hat. Hinzu kommt ein didaktisches Moment, wenn Thomas Schweins zwischen den einzelnen Kompositionen über Geräusche im Wandel der Zeit doziert oder die musikalischen Möglichkeiten verschiedener Geräuscherzeuger wie Dröhner, Knisterer, Scharrer, Zischer und Gurgler erläutert.“

 

„Diffizile Komposition, die an Tucholskys Rezension des ‚Ulysses‘ denken lässt“

April 17th, 2013

MZ-Logo-150 “ Mit kunstvoll zerzausten Haaren steht er auf der Bühne und erklärt die Funktionsweise des Geräts. Aus der Tasche seines Sakkos hängt ein rotes Kabel — als Nachweis seiner Profession. (…)

Heute stößt man überall auf elektronisch erzeugte Töne, sei es im Hörspiel oder in der Popmusik. Oder bei einem reinen Synthesizer-Konzert, wie es Niggemann im Anschluss an den Vortrag aufführt. Dieses entpuppt sich als diffizile Komposition aus Rauschen, Sirren und Fiepsen, die einen an Tucholskys Rezension des „Ulysses“ von James Joyce denken lässt. Das Buch sei wie ein Brühwürfel, hatte er geschrieben. Pur könne man es nicht genießen, aber es lassen sich viele Suppen damit zubereiten.“

(Helmut Jasny, Münstersche Zeitung 16.04.13)

„Wunderbar getanzt, bedrückend und berührend… Eine gelungene Inszenierung.“

April 5th, 2011

Helmut Jasny urteilt in der Münsterschen Zeitung vom 02.04.2011 über „The Virgin Suicides“:

Wunderbar getanzt, bedrückend und berührend: »The Virgin Suicides« im Pumpenhaus. (…) Paradeiser Productions hat den Roman „The Virgin Suicides“ des amerikanischen Autors Jeffrey Eugenides für die Bühne bearbeitet und im Pumpenhaus in Münster aufgeführt. Unter der Regie von Ruth Schultz agieren vier Schauspieler und fünf Tänzerinnen. (…) Die Schwestern selbst bleiben stumm. Sie treten für die Jungs und für das Publikum nur in vagen, auf sich selbst bezogenen Tanzbewegungen in Erscheinung. Das entspricht der Erzählweise des Romans, bei dem der Leser alles nur aus der Perspektive eines Erzählers wahrnimmt (…) Gleichzeitig bilden die im Unkonkreten verhafteten Tänzerinnen einen Kontrapunkt zum betont sachlichen, quasi dokumentarischen Spiel der männlichen Darsteller. Die ohnehin schon dichte Atmosphäre, die aus dem Zusammenwirken von Text und Tanz entsteht, wird durch die Klangkollagen von Kai Niggemann noch verstärkt (…) Eine gelungene Inszenierung.“