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Violent Dancing

April 26th, 2013

Postkarten und Plakatmotiv von Violent DancingMoshen. Underground und Mainstream, Illusion und Rebellion, Kontrollverlust und Eigensinn.

Wolf Wondratscheks „Chuck“ – eine Romanfigur der Beat-Literatur – und eine Tänzerin treffen auf jugendliche Mosher_innen aus der Hardcore-Szene und gehen gemeinsam auf die Suche nach dem ultimativen Gefühl der Lebendigkeit. Auf der Suche an den Grenzen des Tanzes, der Generationen und Geschlechter, mit Text, Moshen und live-Musik (von Musikern der Band Vitja) stellt „Violent Dancing“ Fragen nach rituellem Kontrollverlust, Kommerzialisierung von Underground-Strömungen und der Allgemeingültigkeit jugendlicher Rebellion.

Zusammen mit Akteur_innen der Szene stellt sich Paradeiser den Zweifeln: Ist Wut ein Privileg von Jugend? Ist Tanzen ein Rückzug? Oder eine politische Aussage? Warum gibt es kaum weibliche Mosher? Ist Moshen zeitgenössischer Tanz? Ist der Weg auf die Bühne ein Schritt Richtung Mainstream? Und was kann man dagegen tun?

Trailer von Jens Krause (videovita.de)

Vladi Dontschenko, Judit Abegg, Peter Martens

Termine:

25.01.13 Teaser beim fünfzehnminuten Festival in der studiobühneköln

05.04.13 Teaser beim Reset Spezial Festival im Carpe Noctem, Münster

25.04.13 Lesung und Konzert Wolf Wondratschek liest aus seinen Texten die Grundlage und Inspiration für “Violent Dancing” sind. Im Anschluss Hardcore-Konzert von VITJA.

26.04.13 Preview

29.04.13 Premiere beim Tanz NRW Festival, Münster

10.-11.05.13 Gastspiel im Theater im Ballsaal, Bonn

25.-26.06.13 Vorstellungen in Münster

Weitere Termine in Planung. Soweit nicht anders angegeben, finden alle Termine im im Theater im Pumpenhaus, Münster statt. Beginn ist jeweils 20:00 Uhr. 

 

 

Mit: Judit Abegg, Vladimir Dontschenko, Pauline Hemelt, Peter Martens, Harald Redmer.
Konzept: PARADEISER productions
Inszenierung: Ruth Schultz
Musik: Kai Niggemann
Dramaturgie: Kaja Jakstat
Komposition: Vladimir Dontschenko
Bühne/Kostüme: Lea Tenbrock
Choreografische Beratung: Leena Keizer
Assistenz: Lisa Kemme
Produktionsleitung: Zwei Eulen (Büro für Kulturkonzepte, HH)
Texte: Wolf Wondratschek
 
Von Paradeiser Productions (Münster // Hamburg) Kaja Jakstat, Kai Niggemann, Ruth Schultz
 
Eine Paradeiser Produktion. Koproduziert vom Theater im Pumpenhaus, Münster. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster, dem Fonds Darstellende Künste e.V., dem NRW Landesbüro freie Kultur und der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen. In Kooperation mit dem Jib – Jugendinformations- und Bildungszentrum der Stadt Münster und dem theaterimballsaal, Bonn. Danke für die Unterstützung an startmusic, Münster, Dank an die Band Vitja.

 

„Köstlich und ein wenig skurril“

April 17th, 2013

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Kai Niggemann sitzt vor einem Tisch mit einem modularen Synthesizer, steckt bunte Kabel in das Gerät und dreht an kleinen Knöpfen. Im schwarzen Anzug mit Freizeitschuhen, die Haare toupiert, erinnert er an Robert Moog oder Daniel Düsentrieb.

Das Lecture-Konzert „Menschmaschine“ am Sonntagabend im Pumpenhaus wendet sich an ein breites Publikum und baut keine fachmännischen Hürden auf.

In schön flüssigem Verlauf erzählte er frei aus der Geschichte der Synthesizer und stellte pantomimisch das fast 100 Jahre alte Theremin vor.

Köstlich: Ein paar Gesten, der für das Theremin typischen Spielerpose nachempfunden, und ein paar schwirrende Sounds, mit dem Mund produziert, und schon war das Instrument mit dem elektromagnetischem Feld vorstellbar.

Und dann setzte Niggemann den Kopfhörer auf, hörte sich einen Kommentar zum Synthesizer auf seinem Smartphone an und übersetzte, so sagte er, simultan. Das Publikum hörte den englischsprachigen Originalkommentar nicht und Niggemanns Übersetzungen wirkten deshalb ein wenig skurril.

(Heike Eickhoff, Westfälische Nachrichten, 16.04.13)

„Diffizile Komposition, die an Tucholskys Rezension des ‚Ulysses‘ denken lässt“

April 17th, 2013

MZ-Logo-150 “ Mit kunstvoll zerzausten Haaren steht er auf der Bühne und erklärt die Funktionsweise des Geräts. Aus der Tasche seines Sakkos hängt ein rotes Kabel — als Nachweis seiner Profession. (…)

Heute stößt man überall auf elektronisch erzeugte Töne, sei es im Hörspiel oder in der Popmusik. Oder bei einem reinen Synthesizer-Konzert, wie es Niggemann im Anschluss an den Vortrag aufführt. Dieses entpuppt sich als diffizile Komposition aus Rauschen, Sirren und Fiepsen, die einen an Tucholskys Rezension des „Ulysses“ von James Joyce denken lässt. Das Buch sei wie ein Brühwürfel, hatte er geschrieben. Pur könne man es nicht genießen, aber es lassen sich viele Suppen damit zubereiten.“

(Helmut Jasny, Münstersche Zeitung 16.04.13)

„Großer Roboterchor“

November 15th, 2012

“Ein wenig verrückt wurde es, als Kai Niggemann bei “Menschmaschine” eine Mischung aus Vortrag und Konzert präsentierte. “Pourquoi pas” betitelt der selbsternannte “Synthesizer-Nerd” sein Musikinstrument liebevoll. Zunächst gab es eine Einführung in die Technik der Synthesizer, die durch Einspieler und Zitate veranschaulicht wurde.  Dieser Vortrag wurde immer wieder durch kleine Musikstücke durchbrochen und gipfelte schließlich in einem Konzert, welches sich am besten als großer Roboterchor beschreiben lässt.”

fietscher.de über “Menschmaschine”

 

Menschmaschine

November 2nd, 2012

Menschmaschine Lecture Konzert - FlyerMENSCHMASCHINE
Lecture-Konzert
von Paradeiser Productions

Konzeption & Produktion: Paradeiser Productions; Kaja Jakstat, Kai Niggemann & Ruth Schultz. Musik & Performance: Kai Niggemann. Assistenz: Lisa Kemme

Termine: s.Terminseite

Ein Musiker und sein Synthesizer – Ein Synthesizer und sein Musiker? Algorithmen und Gefühle, Musik und Emotionen, Bediener und Maschinen, elektronische Reflektionen über die Beziehung von Menschen und Maschinen: Das alles ist Teil des kollektiv erarbeiteten Lecture-Konzerts „Menschmaschine“. Der Musiker Kai Niggemann, ist umgeben von elektronischen Klangerzeugern und eingetaucht in elektronische Live-Musik. Entlang seiner Setlist nimmt er uns mit auf eine Reise, macht er das Nerdige als Leidenschaft erlebbar und erklärt, wie elektronische Musik gemacht wird, wie der Sound in die Welt kam und weshalb er selber Musik macht. Und was hat diese Musik eigentlich mit unserer Gesellschaft zu tun?

Eine Produktion von PARADEISER productions in Koproduktion mit dem theaterimballsaal, Bonn.
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von “Nistplätze” und das Reset-Festival, Münster.